Sie finden hier eine umfangreiche Sammlung religiöser Trauersprüche. Unterhalb der Sammlung aller religiöser Trauersprüche finden Sie zudem eine Erläuterung bzw. Erklärung zur Verwendung und Herkunft religiöser Trauersprüche. Gerne können auch Sie Trauersprüche einreichen.

Trauersprüche eBookBuchtipp: Stilvolle Trauersprüche und Trauerlyrik

Autor: Oliver Schmid
Verlag: BookRix München
ISBN: 978-3-7396-3438-8
Format: Kindle Edition
Preis: 2,99 Euro

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Auferstehung ist unser Glaube, 
Wiedersehen unsere Hoffnung, 
Gedenken unsere Liebe.

Aurelius Augustinus

Ihr habt jetzt Trauer, aber ich werde euch wiedersehen und euer Herz wird sich freuen.

Johannes 16,22

Wer ehrlich hat gelebt
und selig ist gestorben, 
hat einen Himmel hier
und einen dort erworben.

Friedrich Freiherr von Logau

Herr, in deine Hände sei Anfang und Ende,
sei alles gelegt.

Eduard Mörike (1804-1875)

Alle Wege haben ein Ende, ein frühes oder spätes Ziel. 
Drum falt' im tiefsten Schmerz die Hände und sprich in Demut: 
Wie Gott will.

Kohelet

Wir sollen nicht trauern, dass wir die Toten verloren haben,
sondern dankbar dafür sein, dass wir sie gehabt haben, ja auch jetzt noch besitzen:
denn wer heimkehrt zum Herrn, bleibt in der Gemeinschaft der Gottesfamilie und ist nur vorausgegangen.

Hieronymus (347-420)

Die Todesstunde schlug so früh, 
doch Gott der Herr bestimmte sie.

Franz von Sales Sieh

Wie alles so still ist drüben in der Unendlichkeit, 
wie leise ziehen die Welten, wie still schimmern die Sonnen, 
der große Ewige ruhet wie eine Quelle mit seiner überfließenden 
unendlichen Liebe mitten unter ihnen und erquickt und beruhigt alles.

Jean Paul

Wir wissen, daß Trübsal Geduld bringt;
Geduld aber bringt Bewährung,
Bewährung aber bringt Hoffnung,
die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden;
denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen.

Römer 5,3

Alles was zerfällt, gehört der Erde. 
Doch alles, was uns lieb ist, gehört dem Himmel. 
Nimm Erden den Staub. Nimm Himmel unsere/n Verstorbene/n.

Anton Rotzetter

Die letzte Etappe geht jeder allein, 
die letzte Etappe geht keiner mit. 
Das Ziel des Rennens ist: "Daheim". 
Egal wie lange man kämpfte und litt. 
Da droben beim Schöpfer ist endlich Sieg. 
Da droben ist's endlich geschafft. 
Kein weiterer Weg, der vor uns liegt. 
Der Sieg kommt am Ende der Kraft. 
Wird Glauben zum Sehen, verwandelt im Nu. 
Vereint mit den himmlischen Heeren. 
Dann jauchzt unsre Seele dem Heiland zu. 
Den Vater für immer zu ehren.

Andre Walder

In der Tiefe seiner Ewigkeit hat Gott sich 
entschlossen uns Menschen so nah an sein Herz zu nehmen, 
dass es ihm in der Geschichte zum Schicksal wurde.

Romano Guardini

Christus spricht: In der Welt habt ihr
Angst, aber seid getrost, ich habe die
Welt überwunden.

Johannes 16,33

Des Christen Tod ist nicht der Untergang eines guten, 
es ist der Aufgang eines besseren Lebens.

St. Augustinus

Der Tod ist ein natürlicher Vorgang
und nur ein Kind fürchtet einen solchen.

Mark Aurel

Gott, zu dir rufe ich am frühen Morgen.
Hilf mir beten und meine Gedanken sammeln; 
Ich kann es nicht allein. 
In mir ist es finster, aber bei dir ist Licht. 
Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. 
Ich bin kleinmütig, aber bei Dir ist Hilfe. 
Ich bin unruhig, aber bei dir ist Frieden. 
In mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist die Geduld. 
Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den Weg für mich.

Dietrich Bonhoeffer

Still sind die Gräber, aber die Seelen sind in Deiner Hand. 
Man spürt die Blicke der Liebe aus der anderen Welt. 
Herr, leuchtende Sonne, erwärme und erhelle die Wohnungen der Verstorbenen. Herr, möge verschwinden die bittre Zeit der Trennung. 
Gib uns ein frohes Wiedersehen im Himmel. 
Herr, mache, dass wir alle mit Dir eins werden. 
Herr, gib den Entschlafenen die kindliche Reinheit, die jungfräuliche Seligkeit, 
und möge ihr ewiges Leben ein Osterfest sein.

Gebet aus Russland

Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; 
ich geb' mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; 
denn ich bin dein und du bist mein, und wo ich bleibe, da sollst du sein; 
uns soll der Tod nicht scheiden.

Martin Luther

Für jene, die in Gott verbunden sind, 
gibt es keinen Abschied.

Papst Pius XII.

Du kamst, du gingst mit leiser Spur, 
Ein flücht'ger Gast im Erdenland; 
Woher? Wohin? Wir wissen nur: 
Aus Gottes Hand, in Gottes Hand.

Ludwig Uhland

Gott schläft im Stein, atmet in der Pflanze, 
träumt im Tier, und erwacht im Menschen.

Indische Lebensweisheit

Das Licht helfe dir, Kurs zu halten auf deiner Reise. 
Der Wind stärke dir den Rücken. 
Der Sonnenschein wärme dein Gesicht 
und der Regen falle sanft auf deine Haare. 
Bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich geborgen in 
seiner schützenden Hand.

Irischer Reisesegen

Der Mensch lebt und besteht nur eine kleine Zeit; 
und alle Welt vergeht mit ihrer Herrlichkeit. 
Es ist nur einer ewig und an allen Enden, und wir in seinen Händen.

Matthias Claudius

Gott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei, 
aber er hilft uns hindurch.

Johann Albrecht Bengel

Wenn wir verstehen, dass wir mit allen Lebewesen verbunden sind, 
verlieren wir die Angst.

Buddhistische Quelle

O Sohn des Höchsten! 
Den Tod machte Ich dir zum Boten der Freude. 
Warum bist du traurig? Das Licht erschuf Ich, dich zu erleuchten. 
Warum verhüllst du dich vor ihm?

Baha'u'llah

Unser glaube an Gott bestimmt, 
wie wir mit unserem zerbrochenen Träumen fertig werden. 
Er gibt uns die Überzeugung, dass jenseits des zeitlichen Lebens 
das ewige Leben herrscht.

Martin Luther King


Religiöse Trauersprüche - Trost durch den Glauben

Für viele gläubige Menschen stellt die Religion einen wichtigen Faktor in ihrem Leben dar und spendet Trost und Zuversicht. Der Glaube an Gott gibt ihnen einen Sinn und Halt im Leben, er leitet sie bei ihren Alltagsentscheidungen, die Hoffnung auf das ewige Leben und die Errettung der unsterblichen Seele kann die Angst vor dem Tod nehmen und ihn seiner Endgültigkeit berauben. Das Wissen, von Gott geliebt und angenommen zu werden, erleichtert auch die Liebe zu anderen und sich selbst, lässt die Gläubigen ein Tief besser überwinden.

Darauf vertrauen die Gläubigen im Alltag, und darauf vertrauen sie ganz besonders in einer schweren Krise, wie der Tod eines geliebten Menschen eine dar stellt. Solch ein Verlust schmerzt immer ungeheuer, und man kann sich das Leben ohne diesen Menschen erst einmal gar nicht vorstellen. Viele Menschen suchen daraufhin ein wenig Trost im Gebet, dem Studium religiöser Texte, der Ausübung religiöser Rituale und dem Austausch mit einem Seelsorger oder anderen gläubigen Menschen.

Diese Besinnung auf Gott und ihren Glauben gibt ihnen jeden Tag wieder ein wenig Kraft, um auch den nächsten Tag zu überstehen und so nach und nach wieder ins Leben zurück zu finden. Die Ausübung der jeweiligen Sterberituale hilft dabei, bewusst und in Frieden Abschied zu nehmen, das tägliche Gebet kann immer wieder Kraft schenken und Mut machen. Und auch entsprechende Trauersprüche helfen dabei, die Hoffnung und den Trost, die in der Religion liegen, zu aktivieren.

Glaubenskrise durch den Tod?

Allerdings kann ein Todesfall auch eine echte Glaubenskrise auslösen, besonders dann, wenn ein Mensch urplötzlich durch einen Unfall aus dem Leben gerissen wurde, oder wenn der Tod kleine Kinder ereilt. Solch ein als grausam empfundener Schicksalsschlag kann Zweifel an der Güte und der Gnade Gottes wecken, so dass die Gläubigen mit ihrem Gott und ihrem Glauben hadern. Diese Glaubenskrise kommt zum Verlust des Menschen noch hinzu, so dass man in diesen Fällen als Seelsorger und als Kondolierender seine Worte besonders behutsam auswählen sollte. Der Zweifel muss verstanden und erlaubt sein; eine religiöse Floskel kommt als Trostspender nicht in Frage.

Der Trost der religiösen Trauersprüche

Die religiösen Trauersprüche schöpfen ihre trostspendende Wirkung aus verschiedenen Aspekten des Glaubens und der Gottesvorstellung.

Der gütige Gott als Erlöser

In der Vorstellung der meisten großen Religionen wird Gott als gütig verstanden; er leidet mit seinen Geschöpfen mit und erlöst sie von ihren Leiden und ihren Sünden. So wird gerade der Tod nach einer schweren Krankheit als gnädiger Akt des Schöpfers angesehen, und in seiner Güte wird er auch schuldbeladene Seelen erlösen. So finden die trauernden Hinterbliebenen Trost darin, dass der verstorbene Angehörige von irdischem Leid befreit ist und seine Seele Frieden gefunden hat.

Die ewige Seele im Angesicht Gottes

Religionen gehen meistens davon aus, dass der Mensch eine unsterbliche Seele besitzt. Diese bleibt also nach dem Tod des Körpers weiter bestehen. Was  genau mit der Seele nach dem Tod geschieht, ist in den Vorstellungen der verschiedenen Religionen unterschiedlich, aber die meisten sehen doch zwei grundsätzliche Alternativen: eine gewisse Vorstellung vom Himmel, die im Normalfall mit der Nähe zu Gott zu tun hat, und eine Vorstellung einer Hölle, die in modernen Strömungen nichts mehr mit ewiger Tortur zu tun hat, sondern eher mit der Ferne von Gott. Fundamentalistische Strömungen haben allerdings noch eine sehr konkrete Vorstellung von Himmel und Hölle, darauf sollte man bei der Auswahl seines Trauerspruches also Rücksicht nehmen.

Ein Wiedersehen nach dem Tod

Besonders tröstlich finden die meisten Menschen den Gedanken, dass sie aufgrund der Unsterblichkeit der Seele die bisher verstorbenen Menschen nach dem Tode wiedersehen werden. So ist der Tod kein endgültiger Abschied für immer, sondern nur einer auf Zeit, bis man sich im Jenseits wieder sieht.

Gottes unergründlicher Wille

Gerade wenn ein Tod unter sehr schrecklichen Umständen statt fand (ein Unfall oder gar ein Verbrechen), erscheint er völlig sinnlos und grausam. Gläubige Menschen können dann einen Trost darin finden, dass Gottes Wege unergründlich sind und sich dem menschlichen Verständnis entziehen. So schöpfen sie Trost daraus, dass in den Augen Gottes auch dieser Tod und das vielleicht viel zu kurze Leben des Menschen einen Sinn gehabt haben, auch wenn sich dieser dem menschlichen Auge nicht offenbaren will.

Gott als Begleiter der Lebenden

Für die Hinterbliebenen, die in der Religion verankert sind, ist es auch ein Trost zu wissen, dass Gott auch den Lebenden in ihren schweren Stunden bei steht und sie nicht allein lässt. Sie können sich in Gottes Liebe geborgen fühlen, sie müssen sich nicht einsam und verlassen fühlen.

Der Ausdruck von Schmerz und Verlust

Die Trauersprüche, die den großen Schmerz ausdrücken, den der Tod ausgelöst hat, und die die Leere beschreiben, die der verstorbene Mensch hinterlassen hat, spenden ihren Trost dadurch, dass sie mit bewegenden Worten genau das ausdrücken, was die Menschen gerade empfinden. So fühlen sie sich verstanden und können sich fremder Worte bedienen, wo es ihnen an eigenen fehlt, um ihren innersten Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Und diesen Ausdruck des Schmerzes wird Gott hören und seine ganze Liebe mit dem Trauernden teilen.

Die Auswahl religiöser Trauersprüche

Für einen religiösen Trauerspruch sollte man sich dann entscheiden, wenn der Verstorbene und seine Hinterbliebenen gläubige Menschen gewesen sind – die eigene religiöse Überzeugung spielt da eher eine untergeordnete Rolle. Denn ein Trauerfall ist nicht der richtige Anlass, um zu missionieren und anderen die persönliche Einstellung auf zu drängen. Daher sollte man sich am Glauben der Empfänger orientieren, um aus der Fülle der religiösen Trauersprüche einen Vers auszuwählen, der auch wirklich Trost spenden kann.

Für jeden der oben erwähnten Aspekte des Trostes findet man viele passende Sprüche, so dass man sich an der Situation und den Umständen des Todes orientieren kann, um einen angemessenen Spruch zu wählen. Dieser wird dann auch wirklich Trost spenden können, zumal dann, wenn er auch noch mit echter Aufrichtigkeit übermittelt wird.

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