Beziehungen zu Menschen zu haben, bedeutet leider auch, das man nicht nur in freudigen Tagen für sie da ist, sondern ganz besonders auch dann, wenn es ihnen nicht gut geht. Deshalb empfinden es viele als ihre Pflicht, nach der Nachricht eines Todesfalls der Familie ihr Beileid aus zu sprechen. Einfühlsame Trauersprüche können dabei helfen.

Trauersprüche eBookBuchtipp: Stilvolle Trauersprüche und Trauerlyrik

Autor: Oliver Schmid
Verlag: BookRix München
ISBN: 978-3-7396-3438-8
Format: Kindle Edition
Preis: 2,99 Euro

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Unsere Toten sind nicht abwesend, sondern nur unsichtbar. Sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.

Augustinus

Gott halte seine Hand über dir, wenn die Klippen steil und der Grund nicht mehr sichtbar ist. Gott halte seine Hand über dir, wenn die Nacht trostlos und undurchdringbar ist. Gott halte seine Hand über dir auf dem Weg, den du gehst. Gott halte seine Hand über dir.

Unbekannt

Leicht kann ein Mensch vergessen, was im Traum verfliegt, doch nie vergisst er einen Menschen, den er von ganzem Herzen liebt.

Unbekannt

Bei Freude haben wir alle gelacht.
Bei Traurigkeit und Kummer geschwiegen.
Nun schweigen und weinen wir alle,
weil dein Körper für immer von uns geschieden.
In unserem Herzen werden wir dich immer in Liebe wiegen.

Beate Wieser

Die, die geliebt werden, können nicht sterben. Denn die Liebe ist die Unsterblichkeit.

Emily Dickinson

Ich bin unendlich dankbar, dich gekannt zu haben. Ich bin unendlich dankbar, dass wir einen Teil des Lebensweges gemeinsam gegangen sind. Ich bin unendlich dankbar, dass wir miteinander verbunden waren.

Unbekannt

Was wir für uns alleine taten, stirbt mit uns, was wir für andere und die Welt taten, bleibt und ist unsterblich

Albert Pike

Das Leben der Toten findet im Gedächtnis der Lebenden statt.

Marcus Tullius Cicero

Wen jemand stirbt, den man liebt, wird die Erinnerung an ihn zu einem großen Schatz.

Unbekannt

Ich bin erlöst. Ich bin befreit.
Gott nahm in seine Hände meine Zeit,
mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
mein Triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.

Hanns Dieter Hüsch


Ein schwerer Brief

Auf jeden wartet einmal diese schwere Aufgabe: Einem Menschen einen mitfühlenden und tröstenden Beileidsbrief zu schreiben, der mit dem Tod eines ihm nahestehenden Menschen fertig werden muss. Denn diese Aufgabe gebieten das Mitgefühl und die aufrichtige Anteilnahme, die wir im Angesicht des Todes mit den trauernden Hinterbliebenen verspüren. Wir können ihr Leid nicht mindern, aber wir können ihnen durch unsere Beileidsbekundungen ein wenig Trost und Kraft geben – auch das gehört zur Trauerhilfe.

Für Kondolenzschreiben statt Kondolenzkarten wird man sich dann entscheiden, wenn man zu den Hinterbliebenen eine engere Beziehung hat, bei der eine knappe Karte nicht ausreichen würde. Hat man noch nie ein Beileidsschreiben verfasst, so mag es etwas schwierig sein, einen Einstieg zu finden. Ein Kondolenzschreiben folgt aber sehr häufig einem bestimmten Aufbau, an dem man sich orientieren kann, zusätzlich kann man sich auch noch Musterbriefe anschauen, um eine konkrete Vorstellung eines solchen Schreibens zu bekommen.

Entwicklung eines Kondolenzschreibens

Mit Hilfe der Ressourcen, die man im Internet finden kann, lässt sich ein einfühlsames Kondolenzschreiben sehr gut entwickeln.

Suche nach passender Trauerlyrik

Am besten lassen sich Trauerbriefe aufbauen, wenn man ein Element aus der Trauerlyrik benutzt, welches zu dem aktuellen Todesfall passt. Das können Gedichte, Trauersprüche, Kondolenzsprüche oder Zitate sein, die einen Gedanken, der uns bewegt oder den wir für besonders tröstlich halten, am treffendsten ausdrücken.

Die Auswahl in diesem Bereich ist groß, daher sollte man zuerst einmal entscheiden, ob man einen religiösen oder weltlichen Trauertext benutzen möchte. Weltliche Sprüche passen eigentlich immer, einen religiösen Trauerspruch hingegen sollte man nur dann auswählen, wenn man absolut sicher ist, dass der Empfänger des Kondolenzschreibens gläubig ist. Denn in diesem Fall kommt es nicht auf die eigene Religiosität an, sondern nur auf die des Adressaten.

Suche nach gängigen Formulierungen

Wenn man sich mit dem Einstig in das Kondolenzschreiben schwer tut, kann man nach passenden Formulierungen für eine Beileidsbekundung suchen. Es wäre nicht sehr schön, wenn man sich dabei auf abgegriffene Floskeln stützen würde, daher kann man sich inspirieren lassen, wenn einem selbst keine schönen Formulierungen einfallen.

Gedanken an den Toten

Damit die Kondolenz auch wirklich persönlich wird, sollte man ganz konkret noch einmal etwas über den verstorbenen Menschen schreiben. Was hat er einem bedeutet, was hat man an ihm geschätzt oder bewundert, was wird einem fehlen, wie hat er das Leben bereichert? Es zeugt von großer Wertschätzung und bedeutet für die Trauerfamilie einen enormen Trost, wenn sie solch würdigende Zeilen über den Verstorbenen lesen kann.

Wenn dazu noch eine passende Anekdote auftaucht, die die vorher beschriebenen Qualitäten unterstreicht, sollte man auch diese kurz schildern. Das wirkt wie ein kurzer Rückblick in die Lebenszeiten des Toten und zeigt den Hinterbliebenen noch einmal eine Facette auf, die sie vielleicht gar nicht kannten.

Man sollte natürlich auch seine eigenen Gefühle der Trauer und des Verlustes aussprechen, die einen im Moment bewegen.

Hineinversetzen in die Trauerfamilie

Man sollte sich auch in die Trauerfamilie hinein versetzen, um im Ansatz nach voll ziehen zu können, was diese gerade empfindet und daraufhin vielleicht braucht. Natürlich wird dies nicht in vollem Umfang gelingen, aber dies kann man ruhig ansprechen. Was zählt, ist das Bemühen, mit zu fühlen und mit zu leiden und davon ausgehend seine Hilfe anzubieten.

Hilfe anbieten

Da man den Empfängern des Schreibens ja näher verbunden ist, ist es auch sehr schön, wenn man in seinem Kondolenzschreiben seine Hilfe und Unterstützung für diese schwere Zeit der Trauer anbietet. Diese Hilfe kann emotionaler Natur sein, aber auch finanzieller oder praktischer Art. Auch wenn man vielleicht nur wenig beitragen kann, weil die eigenen Lebensumstände nichts anderes zu lassen, so ist doch auch dieses Wenige eine wertvolle Hilfe und ein unterstützendes Zeichen.

Wenn man nun alle seine Ideen für das Kondolenzschreiben zusammen hat, ist es recht einfach, daraus anhand eines kleinen roten Fadens einen einfühlsamen Brief zu erstellen. Denn der Aufbau eines solchen Beileidsschreibens ist immer recht ähnlich und stringent.

Der rote Faden für den Kondolenzbrief

Ein solcher Beileidsbrief wird üblicherweise nach folgendem Schema aufgebaut, in das die gesammelten Ideen geordnet werden können:

Solche Kondolenzbriefe werden übrigens normalerweise immer noch mit der Hand auf hochwertigem Papier geschrieben, für das man passende gefütterte Briefumschläge nehmen sollte. Diese Art zu kondolieren ist aber neben dem persönlichen kondolieren sicher eine der einfühlsamsten und tröstlichsten, die man einem trauernden Menschen schenken kann, denn sie übermittelt die Wertschätzung für die Hinterbliebenen genau so wie die für den Verstorbenen.

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